Livekommentar zu Claudia - das Mädchen von Kasse 1
So Herrschaften, hier erstmalig (und wohl auch einmalig): Liveblogging bei der Sennerin! In wenigen Minuten ist es soweit und das, lt. Herrn Krause, “Filmereignis des Jahres” (”Claudia - Das Mädchen von Kasse 1″ - schon allein der Titel *krümm*) wird von mir und seiner Pestilenz quasi live und parallel kommentiert. Keine Ahnung, auf was ich mich da eingelassen habe und worauf es hinauslaufen wird… stay tuned!
(Nachtrag: Frau offensichtlich klinkte sich übrigens auch ins Liveblogging ein)
20:15 Uhr - der Wahnsinn beginnt:
Oh mein Gott, ich fürchte, hier erwarten uns schauspielerische Tiefpunkte. Protagonistin Claudia (das Mädchen von Kasse 1) stammelt im Supermarkt wirres Zeug, Kunde zieht genervt ab. Schnitt - im Kino! Annäherungsversuch mit einem Scheitelträger. Selbiger flüchtet beim Zigarettenkauf - Claudia (Sophie Schütt) denkt kurz darüber nach, künftig nur noch dem Alkohol anheim zu fallen (tja, hätte sie mal besser in die Tat umgesetzt, es wäre dem Zuschauer einiges erspart geblieben). Schnitt - im Supermarkt, Auftritt Martin Fischer (Ralf Bauer) - die Kassiererinnen erleiden kollektiv einen Hormonkoller. Das Gekreisch geht auch gleich weiter, denn Mr. Perfect hüpft debil grinsend auf einer Bühne herum (warum, weshalb, weswegen? Ist mir irgendwie entgangen).
Und wieder Gestammel - Claudia und Martin dreschen Phrasen (Himmel, ich brauche Alkohol - schnell!) - huch, jetzt war ich zu langsam. Schnitt: Ausstellung (?!) - irgendeine sektschlürfende Frau schmeisst sich an Martin ran. Schnitt: Claudia räumt in einem Antiquariat Bücher ein - der Inhaber erfüllt jedes Klischee: Seeehr breiter Mittelscheitel, Krissellöckchen und Eulenbrille (Verzeihung, ich war auf der Suche nach Alkohol und kann dem Ganzen gerade nicht folgen. Aber jetzt ist sowieso Werbepause).
Mr. Perfect betritt den Buchladen, nimmt die Sonnenbrille ab und… *trommelwirbel*… Claudia kippt bei seinem Anblick dramaturgisch wirkungsvoll mit der Leiter um - zum Ausgleich fällt Mr. Perfect im Café vom Stuhl (Herr Krause, ich halt das nicht mehr aus!!!). Er vereinbart mit “Claudi” (uah) ein erneutes Treffen! Schnitt: Die Protagonistin schwebt auf Wolke 7 im Supermarkt ein und philosophiert im Geiste über Mr. Perfects Knackarsch. Schnitt! Ah, die Sektschlürferin ist wieder da - und heckt mit ihrem Chef Intrigen aus (gegen wen? Öhm!?). Schnitt: Martin singt im Tonstudio einen Jingle ein (*heulkrampf*). Schnitt: Kreischende Teenager, Auftritt Nevio (?!) und Bruder von Martin. Irgendein Buch wird erwartet - Freudentaumel. Schnitt: Claudia und Martin an der Imbissbude. Sensationeller Satz von Martin beim Schaufensterbummel: “In diesem Kleid siehst du bestimmt aus wie Ingmar Bergman” (ALKOHOL! SCHNELL!). Die beiden Turteltäubchen treffen auf Herrn Schroth - Verleger und Chef der Sektschlürferin (ich blick nicht mehr durch, aber is ja auch eeegaaaaal, tiriliii). Claudia und Martin geben sich die Kanne mit irgendeinem widerlichen Gesöff und gucken Fotos. Kurzer Schwenk in die Vergangenheit mittels Tagebuch (ja, sie war auch damals schon in Martin verknallt). Mr. Perfect klimpert auf der Gitarre und säuselt dazu, Frau Schütt grinst wie ein Honigkuchenpferd… uuund: Madame schlummert ein - Schnitt!
Die restlichen Kassiererinnen stürmen im 80er-Look das Grand Hotel - man beachte das großgepunktete Ensemble in Knallrot. Claudia ist beim Anblick der Truppe peinlich berührt, Mr. Perfect kapiert gar nix (ich auch nicht!), muss jedoch zugeben, nicht Gast des Hauses zu sein - die Turteltäubchen zoffen sich! Martin zornbebend: “Ich lasse meine Biografie doch nicht von einer Kassiererin schreiben!” - Frau Schütt ist konsterniert. Schnitt: Mr. Perfect klimpert mal wieder dramatisch - vor einem Wäscheständer mit WEISSEN TENNISSOCKEN - auf der Gitarre herum. Schnitt: Martin stammelt im Supermarkt eine Entschuldigung und gesteht Claudia, dass er nicht mehr erfolgreich ist. Schnitt: Frau Schütt bei Herrn Schroth (dem Verleger) - sie will die Biografie für Martin nicht mehr schreiben, wird jedoch umgestimmt! Die Turteltäubchen lassen die Vergangenheit Revue passieren - groooße Bühne, einsamer Wolf (boaaah). Mr. Perfect klingelt bei Claudia - Säuseln - sie lässt ihn nicht rein. Werbung (dem Himmel sei Dank - Herr Krause, das können Sie gar nicht wieder gutmachen!!!!).
Im Antiquariat: Der Bücherwurm mit Namen Reuther sinkt röchelnd auf die Auslegware. Er “schaffts nicht mehr” (nee, ich schaff das auch bald nicht mehr) und bietet Claudia an, als Festangestellte bei ihm zu arbeiten. Schnitt: Die Turteltäubchen auf einem Brunnen sitzend. Mr. Perfect zu Claudia: “Ich habe nicht gewusst, dass damals jemand im Publikum saß, der alles mit mir geteilt hätte” (mein Gott, der Satz kam schon dreimal!!). Schnitt: Madame hat Geburstag, Mr. Perfect taucht wie aus dem Nichts aus. Sie: “Das schönste Geschenk steht doch schon vor mir” - beide sinken zu verkitschter Musik ins Bett. Am nächsten Morgen: Herr Bauer hält sein Tattoo in die Kamera und posiert mit einem Kleidchen (ähh, er hält das Kleidchen nur… is ja auch egal). Er schmeisst ihr vor, dass sie sich nicht verändern will und rauscht schmollend ab. Schnitt: Zusammentreffen von Claudia, Sektschlürferin, Martin und Herrn Reuther - tja, dumm gelaufen, die Sektschlürferin entführt Mr. Perfect. JETZT! DIE PARTY (warum sind die alle weiß gewandet??? Außer Claudia, die trägt schwarz - was das denn jetzt wieder für ein dramaturgischer Kniff, den ich nicht kapiere??)!! Die Sektschlürferin und Claudia spielen Tischtennis, Claudia kippt mal wieder um! Egal: Wir nähern uns dem Höhepunkt des Films!! TROMMELWIRBEL: DAAA! DIE KAMERA VON HERRN KRAUSE!!! TUSCH! APPLAUS! FANFARE!!! Ich wälze mich soeben begeistert auf der Auslegware…
Schnitt: Die Sektschlürferin und Mr. Perfect beim Joggen! Schnitt: Das Antiquariat hat geschlossen, vermutlich klöppelte sich der Bücherwurm einen Strick, weil er das Elend des Films nicht mehr ertragen konnte. Schnitt: Claudia klingelt bei Martin, die Sektschlürferin erscheint unbekleidet auf der Bildfläche. Klischeesatz von Mr. Perfect: “Es ist nicht das, wonach es aussieht”. Schnitt: Claudia vergräbt sich im Bett. Schnitt: Claudia süffelt Rotwein mit dem Bruder… bei ähh.. ja bei was denn jetzt überhaupt. Die Kamera hat mich völlig aus dem Konzept geworfen. Ahh, die Biografie wird präsentiert (wer hat die jetzt geschrieben?? Faden verloren, ich bin untröstlich). Ou, Zickenkrieg zwischen Sektschlürferin und Claudia. Letztere wurde zur Ghostwriterin degradiert, die andere Trulla hingegen wird namentlich auf dem Buchrücken erwähnt. Werbung (man reiche mir Prozac!)…
Der Zickenkrieg geht in eine neue Runde: “Schade, dass sie keine Wings haben, sonst könnten Sie nämlich abflattern” ( Schenkelklopfer wg. Chicken Wings - das Niveau erreicht neue Tiefstwerte). Claudi kippt die Bowle über die Sektschlürferin, Mr. Perfect ist außer sich (hat er jetzt wirklich “Hast du nicht alle Tassen im FRACK” gesagt???). Frau Schütt versucht sich an einem Heulkrampf und scheitert grandios. Schnitt: Martin trifft auf die Trulla von Tic Tac Toe (dankbar kurzer Auftritt!). Schnitt: Claudia schmollt an ihrer Kasse, Mr. Perfect ist derweilen bei der Pressekonferenz und eröffnet den Reportern, wer das Buch wirklich geschrieben hat, die Sektschlürferin übt sich in Schadensbegrenzung. Schnitt: Mr. Perfect säuselt im Supermarkt und klampft sich eins. Hormonkoller Teil 2 bei den Kassiererinnen, derweilen Martin auf der Rolltreppe in Richtung Claudia schippert (ich hoffe, das nimmt bald ein Ende). Spontane Choreographie und Backgroundgeträller der Hormonkollertruppe! Mr. Perfect robbt auf dem Kassenförderband in Richtung Claudia, grinst grenzdebil, stammelt Entschuldigungen. Claudia: “Ich muss weiterarbeiten” - “klar … klar!” Abgang Mr. Perfect. Die Hormonkollertruppe versteht die Welt nicht mehr . Claudia überdenkt die Lage, reisst sich den Kittel vom Leib und stürzt Martin hinterher. Zusammentreffen, Frau Schütt schielt nochmal kurz - Kuss und die Turteltäubchen entschweben auf dem Fahrrad. Schnitt: Martinbruder und die Hormonkollertruppe im Auto: Martin Fischer mit Song irgendwas auf Platz 1! Kollektiver Freudentaumel - Schluss!
Ich kann nicht mehr… Ende! Aus! Rien ne va plus!! Herr Krause, das war Folter in Reinkultur!



















Wahnsinn, Sie sind dabei!!! Ich geh kaputt…
Februar 24th, 2009 um 8:17Die “Ausstellung” ist die Villa von Viktor, dem Verleger. Der Ort, den ich während der Dreharbeiten stören durfte.
Februar 24th, 2009 um 8:48Trinken Sie! Aber bleiben Sie dran, Sie sind doch tapfer!!! Wer Tschechisch lernt…
Februar 24th, 2009 um 9:12*schluhuuuhuuuuuchz*
Februar 24th, 2009 um 9:34Isch masch auch mit!
Februar 24th, 2009 um 9:38Das ist so witzig, wie unterschiedlich die Ticker laufen :-)
Februar 24th, 2009 um 10:06Sie haben sie gesehen. Mein Werk ist getan! Ich wälze mich mit.
Februar 24th, 2009 um 10:12Meine Finger bluten, mein Herz lacht !
Februar 24th, 2009 um 10:31Ich lache mir aber sowas von ins Fäustchen, Verehrteste! Gnihihihihihihihihihihihihi
Februar 24th, 2009 um 10:33Das mir… ne, neeee… auf was hab ich mich da eingelassen! Und das alles wg. 3 Sekunden Kamera! BOAAAH
Februar 24th, 2009 um 10:36@offensichtlich: Mir tropft das Auge, mir bluten die Finger, meine Gehirn schwimmt in Alkohol…! Tee, ich koch mir jetzt einen Beruhigungstee
Februar 24th, 2009 um 10:37Hehe! Die Kamera von Herrn Krause hab ich ja noch nicht mal gesehen. Gibt´s noch ne Wiederholung??? :-)
Februar 24th, 2009 um 10:42@offensichtlich: SIE HABEN DIE KAMERA NICHT GESEHEN?? WARUM GLAUBEN SIE, HABEN WIR DAS VERANSTALTET??? AARRGHLLLLLLLLLLLLL *umkipp*
Februar 24th, 2009 um 10:48Die Damen, ich puller mir gleich ein vor Lachen!
Februar 24th, 2009 um 10:56@Herr Krause: Erst diese Folter und dann noch der Kommentar von offensichtlich… die Frau schafft mich *heulkrampf*. “Wiederholung”… *inmeintaschentuchschluchze*
Februar 24th, 2009 um 11:00Das meine ich ernst, ich wusste nix von der Kamera.
Mann Mann. Ich geh mal ins Bad jetzt.
Februar 24th, 2009 um 11:08GEHEN SIE!! MIR AUS DEN AUGEN!! Aaaaah
Februar 24th, 2009 um 11:09Hach.
Februar 24th, 2009 um 11:10Haben Sie gezz den Laptop mit ins Bad…?! Was machen Sie noch hier… los, wech, husch, husch!!!
Februar 24th, 2009 um 11:13Oh, ich sehe schon. Wir müssen DRINGEND was für Ihre Nerven tun, Durchlaucht. Ich singe Sie gern mit dem letzten Nummer-Eins-Hit von Martin Fischer in den Schlaf.
Februar 24th, 2009 um 11:24Und, Teuerste: Noch einmal meinen allerherzlichsten Dank für diesen überaus netten Abend. Habe die Ehre!
Februar 24th, 2009 um 11:26Werter Herr Krause, ob der Abend nett war… darüber werde ich in Ruhe nachsinnen. Aber einen gewissen Unterhaltungswert kann ich nicht abstreiten. Singen müssen Sie jetzt aber nicht, schon gar nicht dieses Gesülze. Gehaben Sie sich wohl!
Februar 24th, 2009 um 11:33