Reflexionen des Alltagswahnsinns

Hirnschmiede Sennerin


Leise rieselt der Schnee… 1

Veröffentlicht am Dezember 24, 2009 von Sennerin

… ok, nicht wirklich. Die weiße Pracht verwandelt sich hier mittlerweile eher in eine grau-schwarze Matschpampe, aber Weihnachten ist ja jetzt eh nicht so mein Ding. Trotzdem möchte ich den Lesern ein besinnliches (?!) Fest und geruhsame Feiertage wünschen. Und sollte ich mich bis dahin nicht noch einmal in die heiligen Bloghallen verirren, schiebe ich den obligatorischen guten Rutsch gleich hinterher. Mein Vorsatz fürs neue Jahr lautet: Wieder mehr schreiben… in diesem Sinne: Gehabt euch wohl!


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Getränk für Autofahrer… 2

Veröffentlicht am Dezember 6, 2009 von Sennerin

Andere Länder, andere Sitten. Nach einem üppigen Mahl in der Pizzeria schwebte eilfertig die Bedienung an den Tisch und zählte mit leichtem Akzent diverse alkoholische Getränke auf: “Habäään wir Grrrappa, Amaretto, Sambuca… oderrr vielleicht eine Cognac?” - Gegenfrage der motorisierten Fraktion: “Gibt es auch etwas für Autofahrer??” - “Ohh, natürrlich, haben wir eine heiße Amaretto”… hmmm, immerhin wurde kein 80 prozentiger Rum offeriert, wenngleich das Angebot leichte Irritation auslöste.

Literal Video Version 5

Veröffentlicht am November 24, 2009 von Sennerin

Sie sind der Meinung, das Video zu “Total Eclipse of the heart” ist ziemlich bescheuert?? Dann könnte Ihnen die Literal Version eventuell gefallen… genial gemacht und verdammt witzig. “I think I lost a contact lens”… muahahha!


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Verrückte im Freundeskreis 0

Veröffentlicht am November 24, 2009 von Sennerin

Mit dieser Rubrik könnte ich langsam aber sicher Bücher befüllen…

U: “Ich war gestern beim Optiker - zwecks einer neuen Brille!”
Sennerin: “Na endlich…” (der Arm wurde beim Lesen langsam aber sicher zu kurz…)
U: “Sag ich zu dem Optiker: Wenn ich zum Beispiel eine Straßenkarte lesen will, dann sehe ich nichts. Wenn ich meine alte Brille aufsetze, blendet mich immer noch die Sonne… Alltags- und Sonnenbrille aufsetzen sieht bescheuert aus. Was soll ich tun??”
Optiker: “Kaufen Sie sich ein Navi”….

Der Mann erhält von mir hiermit die virtuelle Goldmedaille für Schlagfertigkeit!

Tipp - Josef Hader 4

Veröffentlicht am November 23, 2009 von Sennerin

So Herrschaften! Nach längerer Pause melde ich mich hiermit zurück und hoffe, dass es an dieser Stelle bald wieder mehr zu lesen gibt.

Josef Hader - "Hader muss weg"

Josef Hader - "Hader muss weg"

Auch wenn der Auftritt schon etwas länger zurück liegt, möchte ich Ihnen das neue Programm von Josef Hader ans Herz legen. “Hader muss weg” ist genial, grotesk, hintersinnig, vor schwarzem Humor triefend und bietet vor allem beste Unterhaltung. Bevor man die vermeintliche anfängliche Panne als solche begreift, befindet man sich bereits mitten im abstrusen Geschehen, welches allerlei Sonderbares bereit hält: Leichen, Psychopathen, abgehalfterte Typen, das Lachen von Flipper und herrlich ätzende Schimpftiraden. Hader verwandelt sich mühelos in völlig unterschiedliche Figuren, ohne dabei den zerknautschten Trenchcoat abzulegen. Karges Bühnenbild, keine Verkleidung -  zwei Stunden Hader pur.  Mehr braucht perfekte Unterhaltung nicht und daher ergeht hiermit eine uneingeschränkte Empfehlung.

Homepage von Josef Hader (KLICK)

Foto: Lukas Beck

Shoppingtipps 7

Veröffentlicht am September 27, 2009 von Sennerin

Was tun, wenn eine der besten Freundinnen bei der Shoppingtour ein T-Shirt aus dem Regal zerrt und meint “Hmmm, beisst sich ja vielleicht schon irgendwie mit meiner Haarfarbe, oder?” - ich wählte “Du solltest dich vielleicht unter keine Lampe stellen!” Wurde mir dann im Laufe des Tages prompt mehrmals vorgeworfen: “Wie sagt man einer Freundin, dass sie scheisse aussieht… stell dich unter keine Lampe… pfffff” - Weiber!

Inglourious Basterds - Filmkritik 3

Veröffentlicht am September 6, 2009 von Sennerin

Endlich ein weiterer Film von Tarantino - und er überrascht aufs Neue. Wer einen Aufguss von “Kill Bill” oder “Death Proof” erwartet, wird sich verwundert die Augen reiben. Der Meister serviert anstattdessen etwas völlig Unerwartetes, was so manch jugendlichen Zuschauer bereits in der ersten viertel Stunde entnervt aufstöhnen ließ. Denn natürlich handelt sich nicht um die übliche Hollywood-Ballerorgie, vielleicht hätte sich das popcornknurschpelnde Jungvolk besser informieren sollen. Dem Zuschauer wird etwas abverlangt… und zwar Geduld. Bei “Inglourious Basterds” walzt Tarantino die Dialoge genüsslich in bisher ungeahnte Breiten aus, wobei es ihm völlig egal ist, ob das Publikum alle Anspielungen versteht. Es ist eine Verbeugung vor dem Kino an sich, fast wie ein Theaterstück inszeniert. Der Film besteht aus fünf Akten und ja, man hätte das Ganze auch in weniger als 154 Minuten erzählen können, die Handlung als solche gibt auf den ersten Blick nicht viel her: Jüdische GIs machen Jagd auf Naziskalps - dies vermittelt zumindest der Trailer. Tarantino klöppelt jedoch ein derart komplexes Gebilde  zusammen, dass man irgendwann nur noch fasziniert in den schier malerischen Bildern schwelgen möchte, die detailverliebt auf die Leinwand gepinselt werden. Eine trügerische Sicherheit, welche durch - sparsam dosierte - brutale Szenen jäh und unvorbereitet ein ums andere Mal unterbrochen wird.  In Hinblick auf vergangene Filme gibt sich Tarantino bei “Inglourious Basterds” fast zahm, wobei sich besagte Szenen umso länger ins Hirn brennen. Zwischendurch gestattet der Regisseur dem Zuschauer gar eine Verschnaufpause in Form von absurd komischen Dialogen - nur um danach wieder genüsslich die Daumenschrauben anzuziehen. Zuckerbrot und Peitsche… Weiterlesen →

Katharina Elena 5

Veröffentlicht am August 24, 2009 von Sennerin

Dereinst im Kulturhammer, diesem wunderschönen Tanzsaal mit den alten Holztischen und Kerzenlicht, stand ein Konzert mit Katharina Elena auf dem Programm. Die Inhaltsbeschreibung lässt sich wie folgt zusammenfassen: Christian Schmidt, gebürtiger Bayreuther, singt Zarah Leander. Mann im Fummel, kann schrecklich daneben gehen und ins Lächerliche abgleiten. Die anfängliche Skepsis entpuppte sich jedoch als völlig unbegründet, denn das Konzert war schlichtweg große Kunst. Eine Stimme zum Niederknien und dazu schier endlose Beine, die wohl so manche Frau vor Neid erblassen ließen. Das Publikum erklatschte hingerissen diverse Zugaben und kam so auch in den Genuss von Cissy Kraners  “Wie man eine Torte macht” und der Keif- und Schimpftirade “Der Opernbesuch”. Zweimal sah ich Katharina Elena noch einmal auf der Bühne, mit dem Programm “Alle Frau von Bord”, welches die Wandlungsfähigkeit von Christian Schmidt mehr als deutlich unter Beweis stellte. Ob als Prominenten-Wahrsagerin, fränkische Putzfrau oder mondäne Diva - eine One-(wo)man-Show par excellence. Leider war mir ein erneuter Auftritt als Zarah Leander nicht vergönnt und nun lese ich, dass Christian Schmidt mittlerweile (?) in Berlin wohnt. Ich hoffe, dass dieser schillernde Vogel doch noch einmal den Weg in die alte Heimat findet. Travestie in gut! In verdammt gut!

Hier an dieser Stelle “Lili Marleen” (wer sich Kostproben aus dem Zarah-Programm zu Gemüte führen möchte, wird bei der Tube fündig - es lohnt!).


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Überlänge 2

Veröffentlicht am August 11, 2009 von Sennerin

Stichwort “Verrückte im Freundeskreis” (ich fürchte, diese Rubrik wird hier langsam aber sicher ein Dauerbrenner):

Drei Weiber beim konspirativen Treffen in einem Restaurant. Diskussion darüber, wie lange denn eigentlich schon Deutschlands Ur-Soap über die Mattscheibe flimmert. Allgemeines Rätselraten - jeder rechnet im Geiste durch, wie alt man denn bei der Erstausstrahlung gewesen sein könnte. Schweigen! Plötzlich fällt der Satz “1.000 Folgen waren das bestimmt schon” - Skeptischer Blick von Frau D.: “Du weißt schon, dass das nur einmal die Woche läuft?” - “Ja aber wenn man mal einen Zeitraum von, hmmm, 20 Jahren zu Grunde legen würde?!” - “Na gut, macht dann 56 x 20…!” - “Wieso 56???” - “Na ein Jahr hat 56 Wochen!!!”

Ich wusste bis dato nicht, dass die Oberpfalz irgendwie einer anderen Zeitrechnung unterliegt, aber vielleicht feiert man dort auch Silvester im Sommer… wäre mal was anderes. Es sei noch angemerkt, dass besagte Dame buchhalterisch tätig ist - ähja, ich schweige jetzt wohl besser.
Fürs Protokoll: Die Glückszahl lautet 1.236



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